Proteste erfolgreich – Nordkurier nimmt Kündigungen zurück

Die Zusteller in der Mecklenburgischen Schweiz behalten ihre Arbeitsplätze und sollen einen Betriebsrat wählen dürfen.

18.01.2018 Zum Beitrag…

Nordkurier-Chef: Zusteller selbst schuld an Entlassungen

Alles nur eine Kampagne? Während die Geschäftsführung des Nordkuriers Medien-Anfagen zur Entlassung von 60 Brief- und Paketzustellern weiter unbeantwortet lässt, lockten empörte Leser, die auf dem Facebook-Portal der Zeitung mit Abo-Kündigungen drohten, Geschäftsführer Schumacher aus der Reserve. Er behauptet nun, die Zusteller hätten schlecht gearbeitet und sich ihre Not selbst eingebrockt. Diese Reaktion sorgt inzwischen auch bei der Landespolitik für Kompfschütteln.

12.01.2018 Zum Beitrag...

Nordkurier entlässt 60 Brief- und Paketzusteller

Seltsamer Zufall: Unmittelbar vor der erstmaligen Einleitung einer Betriebsratswahl erhielten die rund 60 Mitarbeiter einer für Postdienste zuständigen Tochterfirma des Nordkuriers die Kündigung. Begründung: Die Geschäftsführung beabsichtige die Schließung zum 31. Januar 2018. Die Gewerkschaft ver.di geht davon aus, dass hier mit Brachial-Methoden die Bildung einer Interessenvertretung der Kollegen verhindert werden soll. Kritische Fragen muss sich auch die SPD gefallen lassen, deren Medienholding ddvg indirekt am Nordkurier beteiligt ist.

09.01.2018 Zum Beitrag...

Mecklenburg und Vorpommern:

Was wird aus unseren Zeitungen?

Ein Bundesland - drei große Tageszeitungen. Die Pressevielfalt in Mecklenburg-Vorpommern ist überschaubar. Doch ihr droht Gefahr. Ob Schweriner Volkszeitung, Nordkurier oder Ostsee-Zeitung - überall wird eisern gespart. Die in Flensburg, Berlin, Lübeck oder Baden-Württemberg sitzenden Gesellschafter ziehen die Zügel weiter an: Immer weniger Mitarbeiter sollen die gleichen Zeitungen produzieren. Das gefährdet die offiziell beschworene Qualität.

Unser Land braucht Journalismus, der nicht nur an der Oberfläche plänkelt, sondern zupackt, den Dingen auf den Grund geht. Eine wirkliche vierte Gewalt, die politische und gesellschaftliche Hintergründe beleuchtet.

Solche Qualität gibt es nicht zum Nulltarif. Gutes Handwerk hat seinen Preis.

Im Interesse der Leser fordern wir: Qualität und Vielfalt sichern!