32 Abo-Werber der Ostsee-Zeitung gekündigt

Neuer Tiefschlag im Konflikt um die Rechte der Beschäftigten bei Mecklenburg-Vorpommerns größter Tageszeitung: Nur einen Tag vor der Wahl einer neuen Interessenvertretung hat die Leitung die Schließung des bisher im Rostocker Verlagsgebäude sitzenden Ostsee Aboservices und die sofortige Kündigung aller 32 Mitarbeiter bekanntgegeben.

09.05.2018 Zum Beitrag…

Notausgaben: Tarifkonflikt um Journalisten spitzt sich zu

Nach einem Solidaritätsstreik der Drucker ist die Ostsee-Zeitung an zwei Tagen in verringertem Umfang und verspätet erschienen. Die Streikenden nehmen die SPD als wesentlichen Verantwortlichen für den jahrelangen Abbaukurs auf Kosten der Mitarbeiter ins Visier.

30.04.2018 Zum Bericht...

Streikende OZ-Journalisten fordern „Respekt, Anerkennung, Wertschätzung“

In einem offenen Brief machen Betroffene auf die schwierige Situation bei Mecklenburg-Vorpommerns größter Tageszeitung aufmerksam.

01.05.2018 Zum Bericht…

Mecklenburg und Vorpommern:

Was wird aus unseren Zeitungen?

Ein Bundesland - drei große Tageszeitungen. Die Pressevielfalt in Mecklenburg-Vorpommern ist überschaubar. Doch ihr droht Gefahr. Ob Schweriner Volkszeitung, Nordkurier oder Ostsee-Zeitung - überall wird eisern gespart. Die in Flensburg, Berlin, Lübeck oder Baden-Württemberg sitzenden Gesellschafter ziehen die Zügel weiter an: Immer weniger Mitarbeiter sollen die gleichen Zeitungen produzieren. Das gefährdet die offiziell beschworene Qualität.

Unser Land braucht Journalismus, der nicht nur an der Oberfläche plänkelt, sondern zupackt, den Dingen auf den Grund geht. Eine wirkliche vierte Gewalt, die politische und gesellschaftliche Hintergründe beleuchtet.

Solche Qualität gibt es nicht zum Nulltarif. Gutes Handwerk hat seinen Preis.

Im Interesse der Leser fordern wir: Qualität und Vielfalt sichern!