Große Koalition würgt Debatte über Tarifflucht bei Medien ab

Eine Stunde lang liefert sich der Schweriner Landtag eine teils hitzige Debatte über die Situation der Tageszeitungen in Mecklenburg-Vorpommern – über Tarifflucht, zunehmend schlechtere Arbeitsbedingungen von Journalisten und Verlagsmitarbeitern und die seit 2011 von der Regierungskoalition auf die lange Bank geschobene Überarbeitung des Landespressegesetzes. Am Ende lassen SPD und CDU die Linke mit ihren Vorschlägen auflaufen, lehnen selbst eine Überweisung des Themas in den für Medienfragen zuständigen Innenausschuss ab.

29.09.2017 Zum Beitrag...

„Morbus Schulz“: Madsack trennt sich von Nord-Geschäftsführerin

Lässt die SPD-Medienholding ddvg ihre Muskeln spielen? Zwei Wochen nach einem peinlichen Auftritt bei einem Redaktionsbesuch des sozialdemokratischen Spitzenkandidaten muss Stefanie Hauer, bisher Chefin von Ostsee-Zeitung (OZ) und Lübecker Nachrichten (LN), ihren Hut nehmen.

17.09.2017 Zum Beitrag...

„Demokratie braucht Zeitung“ - Tarifflucht ausgeblendet

Nach draußen Partylaune mit mehreren Tausend Gästen, während die Stimmung hinter den Kulissen wegen Personalabbaus und des angekündigten Abschieds vom Tarif getrübt ist: Beim 65. Geburtstag der Ostsee-Zeitung (OZ) wurde die Fassade gewahrt, und die fast komplett erschienene Landesregierung spielte brav mit. Eine kurze Konfrontation mit Sorgen der Belegschaft war Ministerpräsidentin Schwesig (SPD) sichtlich unangenehm.

12.09.2017 Zum Beitrag…

Mecklenburg und Vorpommern:

Was wird aus unseren Zeitungen?

Ein Bundesland - drei große Tageszeitungen. Die Pressevielfalt in Mecklenburg-Vorpommern ist überschaubar. Doch ihr droht Gefahr. Ob Schweriner Volkszeitung, Nordkurier oder Ostsee-Zeitung - überall wird eisern gespart. Die in Flensburg, Berlin, Lübeck oder Baden-Württemberg sitzenden Gesellschafter ziehen die Zügel weiter an: Immer weniger Mitarbeiter sollen die gleichen Zeitungen produzieren. Das gefährdet die offiziell beschworene Qualität.

Unser Land braucht Journalismus, der nicht nur an der Oberfläche plänkelt, sondern zupackt, den Dingen auf den Grund geht. Eine wirkliche vierte Gewalt, die politische und gesellschaftliche Hintergründe beleuchtet.

Solche Qualität gibt es nicht zum Nulltarif. Gutes Handwerk hat seinen Preis.

Im Interesse der Leser fordern wir: Qualität und Vielfalt sichern!